Stumme Zeugen des Krieges

Bei der Bombardierung von Straßburg im Jahr 1870 während der Belagerung der Stadt durch die Preußen entstanden enorme Schäden. Über 200.000 Granaten wurden von den preußischen Kanonen abgeschossen und brachten Tod und Zerstörung in die Hauptstadt des Elsass.
Einige dieser Granaten explodierten aber nicht und lagen verstreut auf dem Boden. Im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt beschlossen einige Straßburger, diese als stumme Zeugen jener tragischen Tage in ihre Fassaden einzuarbeiten. Diese sind heute noch zu sehen. Unter anderem an der Brasserie „Au Canon“ bei der Rabenbrücke in der Rue dÁusterlitz.

 

Übrigens, entgegen der Legende, landeten sie natürlich nicht direkt aus den Kanonen heraus an ihren jetzigen Orten. Etwa ein Dutzend dieser Granaten ist noch immer sichtbar, hauptsächlich im Stadtzentrum.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert